LaserZahnheilkunde
LaserZahnheilkunde 5 (2008), Nr. 1     30. Juli 2008
LaserZahnheilkunde 5 (2008), Nr. 1  (30.07.2008)

Seite 27-38


Erfolgreiche Dekontamination - auch chronischer oral manifestierter Infektionen mit der anitimikrobiellen Photodynamischen Therapie (aPDT) nach dem HELBO-Verfahren
Neugebauer, Jörg / Karapetian, Viktor E. / Lingohr, Thea / Herrera, J. Mauricio / Schnickmann, Michael / Scheer, Martin / Zöller, Joachim E.
Oral manifestierte Infektionen zeigen sich dem Zahnarzt am häufigsten im Rahmen von Parodontopathien. Zunehmend häufiger treten auch Periimplantitiden auf, die jedoch nicht auf ein erhöhtes Risiko der Implantate zurückzuführen, sondern eher mit der erhöhten Therapierate in Verbindung zu bringen sind. Dem chirurgisch tätigen Kollegen zeigt sich die alveoläre Ostitis nach Zahnextraktion als häufigste Wundheilungsstörung, wobei auch weitere Wundheilungsstörungen je nach chirurgischer Technik und patientenspezifischen Risikofaktoren therapiert werden müssen. Dazu zählt auch die Desinfektion der Resektionshöhle bei der Wurzelspitzenresektion oder des Apex bei der konventionellen endodontischen Behandlung. Die antimikrobielle Photodynamische Therapie ermöglicht durch die Anfärbung der Bakterien mit einem Thiazinfarbstoff und die anschließende Aktivierung dieses Photosensitizers durch einen Low-Level-Laser eine lokale Desinfektion dieser oralen Infektionen ohne Nebenwirkungen. Die verschiedenen Behandlungsoptionen werden in diesem Artikel mit den jeweils spezifischen Vorgehensweisen erläutert.

Schlagwörter: Periimplantitis, Orale Infektion, physikochemische Desinfektion, Wundheilungsstörung, Bisphosphonat induzierte Kiefernekrose, alveoläre Ostitis, Low-Level-Laser-Therapie, bakterielle Resistenzen